Heute stand mal wieder der Besuch beim Friseur in der Homezone an. Erst zum 2. Mal bei diesem da mein bisheriger Dienstleister seinen Betrieb geschlossen hat.
Beim ersten Mal war ich dort im Jeansminirock. War recht unaufgeregt und wurde auch nicht näher vermerkt, wie ich generell in der Stadt so gut wie immer im Rock oder Kleid unterwegs bin.
Heute sollte es das erste Mal in Minirock und mit High Heels sein. Da ging mir die Düse doch etwas mehr als üblich. Doch ich habe den Schweinehund besiegt, wie da UTF zeigt. Natürlich hatte ich die Lufthoheit bei all den Turnschuhträgern/innen.
Nach der "Behandlung" bin ich noch quer über den Rathausplatz zur Sparkasse gestöckelt. Dort erhielt ich von einem Passanten auf einer Bank einen Daumen hoch.
Vor einigen Wochen habe ich mit meiner Frau ein Konzert des Chores "Homophon", nach eigener Darstellung dem ersten Schwulenchor Münster's, besucht. Ich natürlich in einem dem Anlass entsprechenden Styling, da der Chor als High-Heels tragend in Rock und Kleidern auftretend angekündigt wurde. Traf dann, zumindest teilweise, auch zu. Es war eine klasse Veranstaltung mit schönen Stimmen und Liedern.
Bis auf eine positive Bemerkung als wir ankamen, von einem Mann, keine Vorkommnisse. Obwohl einige entfernte Bekannte unter den Zuhörern waren. 20250920_182635 (2).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Zitat von xgeek im Beitrag #4Da hätte ich jetzt keine Angst das sich was einbrennt. Die Röcke sehen für mich eher nach Fasching aus als nach Outfit
Ich denke auch, dass die Outfits eher eine wenig ironisch gemeint zu sehen sind. Dennoch hat der eine oder andere die gesamte Vorstellung auf High-Heels bestritten.
Die Veranstaltung war eher nicht geeignet Kleid/Rock/High-Heels mit schwul zu assoziieren.
Das Konzert fand im Rahmen der Initiative "Sendenhorst ist bunt" statt.
Es ist irgendwie ein Unterschied zwischen uns Männern in Rock oder Kleid gehüllt, mit Absatzschuhen im „Normalen Leben“ und auf der anderen Seite Männer auf der Bühne, als SCHWUL angekündigt.
Wie soll eine normale Akzeptanz von Gleichberechtigung in jeder Ebene stattfinden, wenn „Schwule Männer in ihrem Umfeld“ — mit Rock und Pumps — bühnenreif dargestellt und ausgestellt werden?
Unter einem schwulen Männerchor würde ich mir wünschen, dass alle Mitwirkenden in Frack oder Cut, wohlfrisiert und ordentlich aufgestellt posieren würden. Aber niemals ans DWT etc. (Wobei sich Frack und Pumps in keinerweise ausschließen müssen, wenn man weiter unterstellt, dass schöne Schuhe weder auf STINOS (cis) noch auf andere Personen beschränkt oder verboten sei.
Paradiesvögel auf einer Bühne, noch dazu mit dem Etikett „schwul“, helfen nicht, Rock und Pumps für Jedermann als normales Assessor zu etablieren.
Jeder Mensch ist schlau, die Einen vorher, aber alle nachher. Ich halte es mit „Dem alten Fritz“ Friedrich II. dem Großen: „Jeder soll nach seiner Fasson selig werden“. (Inzwischen bin ich stolz auf meine migrantische Herkunft. Das war mal anders …..) Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain)
Zitat von Hamburger im Beitrag #3Solche Auftritte brennen erneut in die Köpfe der Zuschauer dass Mann mit High Heels und Rock = schwul.
Zitat von smarti im Beitrag #6Es ist irgendwie ein Unterschied zwischen uns Männern in Rock oder Kleid gehüllt, mit Absatzschuhen im „Normalen Leben“ und auf der anderen Seite Männer auf der Bühne, als SCHWUL angekündigt.
Wie soll eine normale Akzeptanz von Gleichberechtigung in jeder Ebene stattfinden, wenn „Schwule Männer in ihrem Umfeld“ — mit Rock und Pumps — bühnenreif dargestellt und ausgestellt werden? ... Paradiesvögel auf einer Bühne, noch dazu mit dem Etikett „schwul“, helfen nicht, Rock und Pumps für Jedermann als normales Assessor zu etablieren.
Ach gottele. Dann sollten wir solche Auftritte verbieten? Damit auch Hetero-Männer unbehelligt Heels und Rock tragen können? Wieso hat eigentlich die ganze Welt sich so zu kleiden, dass es uns Männern möglichst leicht fallen möge, Crossdressing zu betreiben? Wieso nicht den Frieden damit machen, dass die gedankliche Möglichkeit, ausgefallene Kleidung zu tragen, für Männer wohl wesentlich durch nicht-hetero-Männer aufgezeigt wurde?
@heels hat's gezeigt wie's geht: Mit Gattin und in Rock und Heels auf exakt dieses Event, und eben nicht voller Sorge vor irgendwelchen Zuschreibungen. Die Welt ist bunt, und das kommt jedem Mann zugute, der in Heels und Rock rausgehen möchte, egal welcher Orientierung.
Zitat von smarti im Beitrag #6Unter einem schwulen Männerchor würde ich mir wünschen, dass alle Mitwirkenden in Frack oder Cut, wohlfrisiert und ordentlich aufgestellt posieren würden. Aber niemals ans DWT etc. (Wobei sich Frack und Pumps in keinerweise ausschließen müssen, wenn man weiter unterstellt, dass schöne Schuhe weder auf STINOS (cis) noch auf andere Personen beschränkt oder verboten sei.
Das heißt du möchtest gerne einem Ensemble vorschreiben, wie es seine Outfits zu gestalten hat? Das finde ich wild. Ich kann ja der Ansicht sein, dass mir das Outfit von Performern nicht gefällt – und das ist von meiner Warte hier der Fall. Das aber aus Gründen zu tun, die in der potentiellen Wahrnehmung meines Outfits durch Dritte, die noch nichtmal diese Vorstellung besuchten, liegen, kommt mir fragwürdig vor.
Ich denke als Bühnenauftritt völlig okay. Auf der Straße ist es schwierig. Da wird das Bild in die schwulen Richtung geschoben. Ich bin immer dafür sich mit alltagstauglichen Heels in der Öffentlichkeit zu zeigen. Gerne mit Rock usw. Auch als CD finde ich es schwierig weil das Bild dann verwischt wird.
Zitat von hansheel im Beitrag #7[quote="Hamburger"|p199345]Solche Auftritte brennen erneut in die Köpfe der Zuschauer dass Mann mit High Heels und Rock = schwul.
Das heißt du möchtest gerne einem Ensemble vorschreiben, wie es seine Outfits zu gestalten hat? Das finde ich wild. Ich kann ja der Ansicht sein, dass mir das Outfit von Performern nicht gefällt – und das ist von meiner Warte hier der Fall. Das aber aus Gründen zu tun, die in der potentiellen Wahrnehmung meines Outfits durch Dritte, die noch nichtmal diese Vorstellung besuchten, liegen, kommt mir fragwürdig vor.
Ach gottchen.
Wow bist du denn drauf?
Wir sprachen von Klischee und davon, wie diese bedient werden bzw. zustande kommen.
Klischees werden bekanntlich bedient, indem man Vorurteile, die irgendwann, durch irgendwen in die Welt gesetzt wurden, zeigt.
Wenn ausgewiesene Schwule Männer auf einer Bühne in Kleidern und Pumps vorgeführt werden, wird das Vorurteil „Männer in Pumps sind schwul“ augenscheinlich bestätigt.
Das, genau diese Bestätigung bei „normalen“ Leuten, die keinerlei Ahnung von SCHWUL und so haben, wird damit eben diese Erwartungshaltung geknüpft.
Hast du das nun verstanden, was ich gesagt habe? (Das, und nur das war der Kern meiner Ansage) Nun kannst du dich wieder hinlegen und darüber philosophieren, wieso du gelesen hast, dass ich etwas vorschreiben wollen sollte. Schönen Tag noch.
Jeder Mensch ist schlau, die Einen vorher, aber alle nachher. Ich halte es mit „Dem alten Fritz“ Friedrich II. dem Großen: „Jeder soll nach seiner Fasson selig werden“. (Inzwischen bin ich stolz auf meine migrantische Herkunft. Das war mal anders …..) Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain)
Ich finde es auch schön dass du da so hingegangen bist. Jedoch das Setting der Veranstaltung ist bedenklich. War es denn wirklich so angekündigt wie du schon schreibst: Im Rock und High Heels? Wenn ja verknüpft es die Kleidung mit Schwulen.
Bei manchen Typen auf den Bildern wird mir vor dem Hintergrund auch ganz anders. Wie der eine z.B. dasteht denke ich direkt an ein "Schwuchtel-Klischee". Damit möchte ich nicht Assoziiert werden nur wegen meiner Schuhe. Und bei den Männern die Kleider tragen muss ich auch abwinken. Ich weiß nicht wem das gefällt, aber mein Fall ist es nicht. Weder bei mir, noch bei anderen.
Wenn ich versuchen würde so zu sein, wie es andere von mir verlangen, dann stünde auf meinem Grabstein geschrieben "mein Leben hat allen gefallen, nur nicht mir!"
Ich habe absolut nichts gegen Männer, die Kleider oder Röcke tragen.
Aber es sollte an dem betreffenden Mann „tragbar“ aussehen. Abgesehen davon, dass Kleider für weibliche Körperformen geschneidert sind, kann nicht jeder Mann oder jede Frau DAS SPEZIELLE Kleid tragen.
Nicht jede Frau sieht im dem Kleid, was sie vielleicht im Kleiderschrank hat und was im Katalog einfach toll aussah, an IHR auch gut aus. Die Schwierigkeit ist, ein Kleid oder einen Rock zu finden, in dem die spezielle Person auch gut aussieht. Sonst wird es zur Farce und ich denke, niemand will als „Trümmer-Transe“ unterwegs sein.
Die Modelle im Katalog sind handverlesen und von Modedesignern speziell angezogen und von Visagisten herausgeputzt. Das sieht ganz anders aus, als wenn der Käufer das kauft und anzieht.
Ich bewundere jede Person, gleich welchen Geschlechts, die so gekleidet ist, dass es wirklich gut aussieht. Die meisten, ich eingeschlossen seit ich nicht mehr im normalen Anzug unterwegs bin, sehen doch nicht gut bis schlampig in ihrer Garderobe aus. Jeans und Poloshirt trägt jede(r) - aber sieht das etwa gut aus?
Ich verstehe absolut, wenn meine Frau vor ihrem Kleiderschrank steht und überlegt, was sie davon jetzt anziehen sollte. Auch wenn der Kleiderschrank rappelvoll ist, hat sie oft nichts zum anziehen (sagt sie) und ich verstehe sie nun.
Vor meiner Rente habe ich sie nicht verstanden. Ich zog einen meiner Anzüge an - fertig - Sie grübelte lange und endlich entschied sie sich für etwas, da war ich schon längst fertig. Und sie zieht immer etwas an, was ihr steht und zu ihr passt. Meine Hochavhtung.
Nur bei der Wahl der Schuhe geht es bei ihr schneller. Obwohl sie fast so viele Schuhe hat, wie ich. Sie hat zwar weniger Modelle, aber mehrere Farben, denn ich habe meist nur schwarz….
Was ich aber gar nicht mag: Wenn ausgewiesen „Schwule“ auf der Bühne vor Publikum in Kleidern posieren, die ihnen absolut nicht stehen. (Besagte „Trümmer-Transe“) denn das wirft ein falsches Bild auf alle Rockträger, die weiß Gott nicht schwul sind. Klischee ist eben alles — und DAS mag ich nicht !
Jeder Mensch ist schlau, die Einen vorher, aber alle nachher. Ich halte es mit „Dem alten Fritz“ Friedrich II. dem Großen: „Jeder soll nach seiner Fasson selig werden“. (Inzwischen bin ich stolz auf meine migrantische Herkunft. Das war mal anders …..) Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain)