Ich hatte die Tage wieder eine (der unnötigen) Diskussion mit meiner Frau, weil sie jetzt wieder 2x hintereinander angesprochen wurde weil ich in meinem Outfit gesehen wurde. Bei diesem Gespräch fiel auch die Bemerkung: "Ich möchte nicht ausbaden, daß Du Dich lächerlich machst!!" Diese Ansage beschäftigt mich.....
Ja, die Gefahr ist groß, dass wir uns lächerlich machen, leider. Entweder es ist dir egal oder Du musst damit leben. Klingt jetzt hart. Für mich waren und sind Gespräche mit meiner Frau über das Thema allerdings nie unnötig oder gar sinnlos. Auch wenn sich viele Argumentativ irgendwie zurechtbasteln, dass Mode oder Schuhe keinem Geschlecht zuzuordnen sind, haben wir in der Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit Damenschuhe und Damenkleidung an, Punkt.
Das war übrigens zu keiner Zeit akzeptiert. Ja es gab Röcke und/oder Schuhe mit Absatz, jedoch dann immer für Herren.
Du musst selbst entscheiden wie weit Du gehst, wenn es Deine Partnerin es Dir gegenüber als kritisch anzeigt.
Ich selber hatte ja schon paar mal geschrieben. Mit meiner Frau ist das ausgiebig besprochen. Daheim lebe ich meine Vorliebe für hohe Schuhe und Röcke voll aus. Das akzeptiert und unterstützt sie auch. In der Öffentlichkeit checken wir was geht und was eher nicht. Absatzschuhe ja, aber unauffällig. Begründung....ich will nicht dass du dich zum Affen machst..... Für mich okay, denn ich will nicht in einer parallel welt versinken. Ist halt nen Grenzgang. Für jeden von uns.
Übrigens, Deine Styles gefallen mir sehr gut, dennoch würde ich so nicht rausgehen. ....und schon wieder son Widerspruch ;-). LG BFT
Zitat von BlackVenus im Beitrag #1Ich hatte die Tage wieder eine (der unnötigen) Diskussion mit meiner Frau, weil sie jetzt wieder 2x hintereinander angesprochen wurde weil ich in meinem Outfit gesehen wurde. Bei diesem Gespräch fiel auch die Bemerkung: "Ich möchte nicht ausbaden, daß Du Dich lächerlich machst!!" Diese Ansage beschäftigt mich.....
"Lächerlich" habe ich in dem Zusammenhang noch nicht gehört. Wohl aber die Ablehnung, für die "Taten" des Mannes Stellung nehmen zu müssen. Das ist unangenehm und (selbst für uns) schwer erklärbar. Man möchte nun mal nicht in Rechenschaft gezogen werden.
Also ich bekomme eigentlich nur positive Kommentare, wenn ich unterwegs bin. Sei es mit Rock, Pumps, Kleid, oder was auch immer... ...oder "Zivil" und nur mit den Gelnägeln...
Aber meine Mutter mault auch ständig, das da doch alle hintenrum lästern würden...
Mir ist das wurscht... - zum lästern können die zu mir kommen. Und zu sonst niemand! Dann kann ich denen entweder sagen wie's aussieht, oder ihnen mitteilen, das ihre rückständige Meinung keinen Interessiert...
"Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont" Konrad Adenauer
Leider wird es von der Gesellschaft so negativ, schräg oder gar lächerlich empfunden.
Selbst mit maskulinen Schuhen und nur 5 cm Absatz denken die meisten dass man Komplexe hat und es tut um größer zu wirken. Schon in den 80ern gab es hier dafür den Begriff "Komplexbotten".
Und feminine Schuhe, Röcke, Blusen usw. werden am Mann als TV-Accessoires betrachtet. Wie lächerlich, warum trägt der Spinner das nur, was will er damit ausdrücken?
Leider kommen diese Fragen auf, wenn er nicht eindeutig in die Schublade Transvestit passt.
Lieber mal stolpern als auf einen Zentimeter zu verzichten...
wir werden in der Gesellschaft NIE alle recht machen, EGAL welches Thema es betrifft ! Es gibt IMMER Neider, Spinner, die aus welchen Gründen auch immer dies abtun oder ins Lächerliche ziehen.. what ever !?
Kennt ihr die ? Kennen die Euch ? Sind das "best friends" ? Wart ihr schon nen Bier zusammen trinken ? ... 4x NEIN...
Also.. was jucken mich irgendwelche Deppen, deren Geist im 17.JH eingefroren ist !
Die Reaktionen, wenn ich denn welche mitbekomme, sind auch durchwegs positiv. Das niederschmetternde Argument meiner Gattin ist dann immer: "Aber hinter Deinem Rücken ist die Meinung, daß Du einen an der Waffel hast..." Mich interessiert das gar nicht, morgen kann das Leben aus sein.....
Ich denke nicht. Zumindest war ich die letzten beiden Wochenenden mit Rock unterwegs. Vieleicht ist meine Heimatstadt durch die vielen Studierenden aus aller Welt liberaler als der Rest in diesem Land. Jena ist eh "anders", war heute die heisseste Stadt in Deutschland mit knapp 37 Grad. Und ich gehe ganz bewusst meinen Tätigkeiten am Wochenende im Rock nach. Und wegen der Hitze heute mit Jeansrock. Noch nicht einmal Reaktionen an der Tankstelle. Als wäre es ganz normal. Das ein Mann Rock und Highheels trägt. Meine Tochter steht zum Vater. Mein Sohn und meine EX sehe darüber hinweg. Sehr gute Freunde sagen mir ehrlich ihre Meinung. Und nichts anderses zählt !!! Ich denke da an das Gespräch mit Cindy zurück, welches in den vergangen Tagen hatte. Wir leben alle nur hier und jetzt, niemand hat das Recht uns vorzuschreiben wie wir leben wollen. Und ich überlege schon am kommenden Freitag mit Roch statt Hose zum wichtigsten Sommerfest in Jena zu gehen. Es wäre ein Schock für alle die mich kennen. Auch all meine Hosen wären aus der D-Abteilung, nur das dies niemanden direkt auffällt. In dem Sinne allen einen guten Start in die neue Woche. VG Samson
ich bin jetzt in einem Alter, wo ich nicht mehr sagen kann: mach ich später
Zitat von BlackVenus im Beitrag #7Die Reaktionen, wenn ich denn welche mitbekomme, sind auch durchwegs positiv. Das niederschmetternde Argument meiner Gattin ist dann immer: "Aber hinter Deinem Rücken ist die Meinung, daß Du einen an der Waffel hast..." Mich interessiert das gar nicht, morgen kann das Leben aus sein.....
Eben genau SO kommt mir auch meine Mutter ständig daher...
Habs ihr neulich klar und deutlich gesteckt: -Wer ein Problem damit hat, darf gern ZU MIR kommen... - ihr braucht er damit nicht auf den Nerv gehen... - Sie kann doch da nix dafür... -Wer dazu zu feige ist, soll einfach seine verdammte Fresse halten... -Ich bekomme ständig nur positive Rückmeldungen. Vor allem von Frauen. KEIN GELÄSTER!! -Ergo: Mach dich nicht verrückt, und sei froh, das ich nicht noch tiefer in den Kleiderschrank greife...
Die Baby-Boomer-Nails sind mittlerweile im Alltag angekommen. Das frisst Sie soweit, zumindest wenn ich die grade habe und nicht spitz oder ewig lang... Als nächstes kommt wohl irgendwann die Nummer mit den Workwear-Röcken... - hat ja grad die passenden Temperaturen...
Damit war ich die Tage auch schon mehrfach in der Region unterwegs... - Reaktionen? - Siehe oben...
"Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont" Konrad Adenauer
Eines Tages werd ich mit Rock zum Feierabend meine Werkstatt verlassen, und der liegt in naher Zukunft. Ich "freue" mich dann schon auf den darauf folgenden Montag und die Kommentare meiner Kollegen. Denn ich habe die Absicht zu meiner Tochter nach Hessen zu fahren ohne den Umweg nach Hause. Auf jeden Fall bewege ich mich jetzt am zweiten Wochenende mit Rock schon viel selbstbewusster in der Öffentlichkeit. VG Samson
ich bin jetzt in einem Alter, wo ich nicht mehr sagen kann: mach ich später
Die Frage, ob wir uns lächerlich machen hängt von vielen Faktoren ab. Der Gesamteindruck liegt im Auge des Betrachters und so lassen sich generelle Aussagen wir "das sieht doch schei... aus" nicht treffen. Jedoch liegt es bei jedem "Träger" selbst, das beste aus der optischen Situation zu machen. Klar dürfte jedem Mann sein, das:
- Schuhe mit Absätzen in der Gesellschaft durch das Erscheinungsbild auffallen - Männer in "solchen" Schuhen nicht in das Weltbild passen - Eine gehörige Portion Selbstbewusstsein dazu gehört, diesen Style in der Öffentlichkeit zu tragen - Da Anziehen in der dunklen Kammer nur Frust erzeugt auf lange Sicht - Kommentare von Freunden und Bekannten generell verletzend (sein) können - Nur wenige Menschen im Umwelt den Mut haben, sich positiv zu äußern
Dem entgegen steht das Männer in Absätzen:
- in großen (Mode- und Szenemetropolen...) Metropolen dieser Modestyle generell akzeptiert werden - die Auffälligkeit im Träger selbst liegt (auch im Verhalten "oh, man sieht mich, ohhh alle schauen hin... ohhh - ob die das alle merken???) - die eigene Persönlichkeit darüber entscheidet, wie man(n) wahrgenommen wird.
Gern gebe ich eigene Erfahrungen weiter wenn es für das Forum und seine Mitglieder hilfreich ist.
Ich selbst bin an einen Punkt gekommen, wo der Kick eigentlich verfolgen ist - und typische Kritik an mir abprallt. Aber das geniale an Kritik ist die Wahrnehmung, "wahrgenommenem" zu werden.
Da bei Männern in Heels zu geschätzten 99% keine konstruktive Kritik der öffentlichen Meinung erfolgt sollte jedem klar sein. Das, was einem entgegenwirkt ist Spott und Hohn – wobei man analysieren sollte, warum es überhaupt dazu kommt.
Betrachten wir drei Jugendliche auf der Parkbank die einen Mann in Pumps sehen. Zu fast 80% wird ein Kommentar kommen – denn das vermeidliche Gruppengefühl zwingt die drei zu den Kommentaren. Sich jetzt „nicht“ zu äußern ist „uncool“ und so muss das eigene Selbstwertgefühl in Form einer abwertenden und diskriminierenden Anmerkung aufgewertet werden. Das den drei Pappnasen damit nicht geholfen ist, sollte jedem klar werden – jedoch ist die psychologische Komponente für den Träger weit schwieriger mit der Situation umzugehen.
Ich kann zwei Möglichkeiten aus eigener Erfahrung beisteuern:
1. Ignoranz, weitergehen. 2. Frontalangriff: Zu den drei vermeidlichen Pappnasen hingehen, und höflich fragen wo ihr Problem liegt. Dabei solltet Ihr Euch aber bewusst werden, das es in folge des geistigen Zustandes der Lästernasen durchaus zu Handgreiflichkeiten kommen kann. Denn wenn verbale Argumente versagen, sprechen oft körperliche Argumente. Also ist Vorsicht geboten, wenn Ihr diesen Weg geht. Manchmal ist es besser, eigene Überlegenheit und Intelligenz in Form von Ignoranz zu nutzen. Das schadet dem Provokateur oder „Street-Troll“ in den meisten Fällen emotional weit mehr.
Gleichermaßen eine Situation, als eine Gruppe „Girlies“ über meine Bekleidung lästerte. Daraufhin habe ich die Girls gefragt, ob es die Hosen auch in ihrer Größe gäbe – und ob der Bauchspeck wirklich so extrem über dem Gürtel hängen muss… Das Ergebnis war eine weitere Attacke verbaler Beleidigungen, die dem Alter der „Barbie-Chantal-Girlies“ angemessen erschien. Betrachten wir es als eine kostenlose Belustigung für beide Seiten.
Damit möchte ich sagen – reflektiert Euch selbst – ob ihr in der Bekleidung mit der ihr in die Öffentlichkeit geht – auch selbst leben könnt. Dann strahlt ihr auch das nötige Selbstbewusstsein aus und könnt auf Situationen reagieren.
Dazu gehört das Erscheinungsbild als Mann auch auf Absätzen laufen zu können. Laufmaschen in getragenen Nylons ist ebenfalls ein Vopa – wie unrasierte Beine unter Nylons. Das gilt auch für den Spann in Pumps!
Wenn schon Schuhe mit Absätzen, dann sollte auch der Rest dazu passen. Hier bleibt viel Spekulationsspielraum, welche Bekleidung hier als passend empfunden wird.
Da im Forum über den Mann – und nicht über das Verhalten von Travestie/Transgender gesprochen wird, liegt der schmale Grad in Kombination maskuliner Körper mit femininem Schuhwerk. Welche Kombination passt, gehört zu den schwierigsten Aufgaben überhaupt.
Ein Mann im Anzug, mit schwarzen Nylons und Pumps, einer Seidenkrawatte in schwarz zum weisen Hemd kann durchaus interessant wirken. Meine Erfahrung ist es jedenfalls :-)
Allerdings in weissen Buffalo-Stiefeletten zur grünen galanz-Leggins, Bierwampe und TShirt-Labberlook incls. Vollbart und Zottelhaar wird mehr als Favorit einer Bühnenshow gehandelt… An dieser Stelle spreche ich (auch wenn ich mich hier damit unbeliebt mache) mich gegen das Tragen der Stiefeletten durch dem Mann aus. Abgesehen, das eine Frau kaum einen Vollbart hat – ist dieses Beispiel mehr als „Softwaresimulation Men-in-Heels Version 2.1“ zu sehen – und entzieht sich bestimmt jeder Vorstellungskraft aller hier im Forum anwendenden Männer…
Somit – traut Euch einfach zu was Ihr denkt, macht was Ihr meint und steht zu dem was Ihr tragt.
Dann wird aus einer anfänglichen Zitterpartie in Pumps der normalste Einkaufsbummel den Ihr hattet. ...ach ja: Irgendwann einer von vielen, den ich habe aufgehört zu zählen :-)
Das hatte ich so auch schon selbst erlebt, und mich für Variante 1 entschieden.... Nachts um 23 Uhr am Provinzbahnhof ausgestiegen, lauf zum Auto... - im "kleinen Schwarzen" und mit Stiletto-Pumps...
Da machen mich im halbdunkel 3 Halbwüchsige doof von der Seite an: "Hey Bro, bist du ne Transe!?" Hab die damals einfach ignoriert. Fühlte mich mit Bro auch nicht angesprochen. Kenn die Typen ja nicht... Wäre zwar kein leichtes Opfer, aber Bock auf Stress hatte ich an dem Abend auch nimmer... Und zudem: So ein Stiletto-Absatz hinterlässt böse Verletzungen ;)
Natürlich ist es gut, wenn Option 2 greifbar wird... - Gespräch suchen, am besten noch ein Bier mit denen Trinken, und die Welt ist ein Stückchen besser...
"Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont" Konrad Adenauer
Ja, das ist ein Thema, das mich auch oft beschäftigt und ärgert. Während sich Frauen nach Lust und Laune in der Herrenabteilung bedienen können ohne dass sie sich lächerlich machen (im Gegenteil … Boyfriend- Look …) ist der Mann, der sich mehr oder weniger in der Damenabteilung bedient, für die Mehrheit lächerlich. Das Thema Diversität gewinnt zwar medial immer mehr an Stellenwert, aber das sind meist auch nur Lippenbekenntnisse oder Sprüche auf den Fähnchen. Mein Unternehmen hatte vor kurzem sogar einen Diversity-Day, aber ich möchte nicht wissen, was los wäre, wenn ich mal mit Pumps im Büro auflaufen würde.
In dem Zusammenhang finde ich ein Zitat von Iggy Popp interessant: “I'm not ashamed to dress "like a woman" because I don't think it's shameful to be a woman.” (Ja, ich weiß, hier geht es ja nur um Männer in HH)
Aber ich bin sicher, dass ich es nicht mehr erleben werde, dass die Allgemeinheit es akzeptiert wenn MANN das eine oder andere aus der Damenabteilung trägt - wir bleiben wohl Paradiesvögel.
... machen wir uns lächerlich ... meine klare Meinung - nein ...
... wir sind Exoten, und dem sollten wir uns bewusst sein ... wenn mich die Menschen im Supermarkt, beim Bäcker, etc. sehen nehmen mich viele wahr, aber lachen nehme ich nicht bzw äußerst selten wahr ... und diese Menschen die lachen haben ein Problem und sind unsicher ... nicht ich ... dazu stehe ich.
... meine Frau hat mir bereits mehrfach gesagt, dass Freundin A, B, ... mich gesehen hätten und das nicht gut fänden (nicht lächerlich) wie ich rumliefe, geht aber einer Diskussionen, was die nicht gut fänden aus dem Weg,. Deshalb habe ich eher den Verdacht, die Behauptungen stimmen nicht und sie will mich damit eher unter Druck setzen, kann aber keine Argumente liefern. Ich will aber nicht in die Konfrontation gehen und hacke deshalb nicht nach, nur soweit, dass ich sage, die Freundinen sollten doch auf mich zukommen und mit mir sprechen, Mit allen war ich danach beheelt zusammen und wir unterhielten uns prächtig. Wenn sie mir dazu etwas sagen hätten wollen, wäre das die Beste Gelegenheit gewesen ... es kam nix zurück.
... nach einem anstrengenden aber schönem WE mit meiner Frau und einem gut befreundetem Päärchen, fühle ich mich nicht mehr in der Lage, über das oben gesagte hinaus noch substantielleres beizutragen, auch morgen ist wieder ein ausgefüllter Tag ... aber ihr hört von mir noch zu diesem Thema.
Ich weiß nicht, ob wir uns lächerlich machen, denn "lächerlich" drückt die Perspektive dessen aus, der das sagt. Jener geht von einer etablierten Norm aus und findet das, was von der Norm abweicht, eben zum Lachen. Das ist aber nicht unsere Perspektive, wir finden uns in der Regel nicht lächerlich. Ich glaube aber, @BlackVenus geht es mehr um die Frage des Fremdschämens. Wenn mein/e Partner/in sich unwohl fühlt in meiner Gesellschaft, wenn ich mich ungewöhnlich kleide, stellt sich die Frage was mir wichtiger ist: Dass mein/e Partner/in sich wohl fühlt oder ob ich mich über die selbstbestimmte Wahl meiner Kleidung voll entfalte. Das ist eine Abwägungsfrage. Ich würde in so einem Fall auf die Bedenken meiner Frau eingehen und mich anpassen, wenn ich mit ihr unterwegs bin, und ansonsten mein Ding durchziehen. Das setzt natürlich auch eine gewisse Souveränität bei dem/der Partner/in voraus.
Leider hatte ich auch kürzlich eine ähnliche Diskussion mit meiner Frau. Wie schon mehrere Male. Ich mache mich lächerlich, sie schäme sich wegen mir, was andere von mir denken, und dass positive Reaktionen aus ihrer Sicht nicht glaubwürdig seien, ich würde das nur so behaupten. Diesmal ging sie noch weiter. Ich hatte sie dabei erwischte, wie sie gerade aus meinem Schuhschrank einige Schuhe genommen hatte mit der Absicht, sie zusammen mit anderen Dingen nach Afrika zu schicken. Ich stellte sie zur Rede, was das soll, ihre Antwort: Das sind Damenschuhe und sowas trägt ein Mann nicht! Ich antwortete ihr, das sind meine Schuhe und daran hat sie sich nicht zu vergreifen. Wir hatten eine ganze Woche nicht miteinander geredet, und ein Gespräch suchte ich ich nicht auf, ich war einfach zu sehr verletzt. Ausserdem quält mich die Frage, mache ich mich wirklich lächerlich? Alles erscheint auf einmal fragwürdig. Ich kann aber meine Leidenschaft zu meinem Style auch nicht aufgeben, weil es ein Teil meines Lebens und meiner Persönlichkeit geworden ist. Ich weiss nicht mal mehr, ob positive Rückmeldungen ehrlich gemeint sind oder nicht. Die ganzen Selbstzweifel machen mich zur Zeit echt fertig.....
Alex, deine Gedanken kann ich sehr, sehr gut nachvollziehen - geht mir auch so! Ich bin Mitte 50 und weiß, dass meine Leidenschaft nicht mehr verschwinden wird und somit fester Teil von mir ist. Ich möchte mich einerseits auch nicht mehr verbiegen, dazu ist das Leben zu kurz. Aber dennoch muss man auf Partnerschaft und Umfeld Rücksicht nehmen - das ist wirklich nicht leicht und ich habe auch keine perfekte Antwort darauf, wie man beides verbinden kann, so dass nichts zu kurz kommt.
Hallo und das ist kein leichtes Thema.Ich denke mal, lächerlich machen wir uns nicht. Das Leben ist kurz, stimmt auch und ich habe über 60 Jahre geschafft. Das Gespräch mit meiner Partnerin kommt noch. Habe ihr "gebeichtet", dass ich mir Stiefel ( 8 cm Absatz) in blau und damit passend zur Jeans bestellt habe. Ihre Reaktion darauf,ob ich dann auch noch einen Rock tragen wolle. Also Akzeptanz und Toleranz kann ich nicht erwarten. Nun stellt sich auch für mich die Frage,wie gehe ich künftig damit um, da ich sehr gern stöckel und Absatz trage ? Beste Grüße
So leid es mir für uns und unsere Vorliebe tut aber ja wir machen uns in den Augen von einem sehr grossen Teil der Bevölkerung lächerlich oder werden zumindest belächelt, leider nicht positiv. Ein Lächeln einer Dame nach der Entdeckung unseres Schuhwerks muss nämlich nicht zwingend positiv sein, da ist von uns oft der Wunsch dies sei so grösser als es in Realität wirklich ist. Ja wir bekommen von einigen Damen und manchen Herren Komplimente über unsere Schuhe, unser Outfit, unseren Mut. Diesen Komplimenten würde ich noch nicht mal absprechen wollen sie seien nicht ehrlich gemeint. Aber da müssen wir ganz klar beginnen zu differenzieren. Wenn wir Komplimente zu unseren Schuhen bekommen heisst das leider nicht automatisch das die Komplimentgebenden (was für ein schönes Wort) auch wirklich uns in den Schuhen für gut befinden oder lediglich das Schuhwerk an sich, sprich sie würden sich diese selber auch kaufen. Weiter ist es auch so, und das frage ich fast jedesmal wenn ich entsprechende Komplimente bekomme, ob sie das bei ihrem Partner auch so toll finden würden wie an mir. Ratet mal wie oft da ein ja kommt. Ich verrate es euch, so gut wie nie. Ja es gibt die Ausnahmen unter den Frauen, sie sind aber vermutlich noch seltener als die Männer in Heels.
Ja die Damenwelt darf sich völlig unverfroren im männlichen Kleider- und Schuehschrank bedienen und wird dabei micht selten noch unterstützt, bejubelt und gehypt. Ist das fair für uns? Nein ganz sicher nicht. Werden wir das grossartig und in absehbarer Zeit ändern können? Nein werden wir nicht.
All das wird mich aber trotzdem nicht davon abhalten weiter meine Fersen zu erhöhen und erhobenen Hauptes, mit durchgestrecktem Rücken und stolzer Brust meine Wege zu gehen.
In diesem Sinne, aufstehen, 👑 richten, und ab auf die 👠 nur so haben wir eine kleine Chance irgendwann vielleicht akzeptiert zu werden, nicht nur geduldet
Die Frauen denken oftmals SIE müssten am meisten darunter leiden, weil sie Gefahr laufen, dass X oder Y sie mal ansprechen könnte "Sagen sie mal - ich habe ihren Mann letztens mit High Heels laufen sehen - was stimmt denn da nicht?".
Was jedoch gerne vergessen wird ist, wie WIR uns fühlen! Und was es mit uns ausmacht, wenn wir zur Heimlichkeit verdammt sind oder es eben ohne die Partnerin ausleben (müssen). (und ich rede jetzt nicht von "Fetisch-Partys" im Schlafzimmer)
Denn es ist ja wohl in unseren Fällen so (@BlackVenus , @Oky_Toky -Tok und @teerpirat werden mir das zustimmen), dass die Damen nicht sagen: "Schatz, bitte nicht bei uns in der Homezone - aber weißt Du was? In zwei Wochen fliegen wir ja nach XY - da kannst Du Dich dann ja voll austoben."
Nein. Sondern "hier nicht" und "mit mir nicht" (und wo ich bin ist immer hier).