In anlehnung an den langen Fragebogen, sind mir 2 Fragen mehr oder weniger negativ aufgestoßen. Ich schildere hier mal warum.
"33. Sind hohe Absätze nicht ein Zeichen von Weiblichkeit, bzw. führen Männer auf hohen Absätzen dies nicht ad absurdum?"
Hohe absätze sind vielleicht üblicher weise ein Zeichen von Weiblichkeit, aber vordergründig, wie ein Naturgesetz? Nein! Ganz klar! Hohe Schuhe fördern hauptsächlich eine gerade Haltung. Dies hat zur Folge, dass die weiblichen Atribute von Frauen mehr betont werden. Jedoch ändert sich die Haltung auf hohen Schuhen unabhängig vom Geschlecht des Trägers. Ein Mann hat dann auch eine aufrechtere Haltung. Und überraschender weise bemängeln immer so viele Frauen, dass Männer eben genau diese Haltung nicht oder viel zu selten einnehmen. Wäre es dann nicht im Interesse der Frauen, wenn Männer aus eigenem Antrieb heraus Mode tragen, die ihnen dabei hilft diese Haltung einzunehmen? Zumal es Mode ist, die bei den Frauen immer mehr verschrien wird und Politisch gar als Versinnbildlichung der Frauenunterdrückung verstanden werden.
Wenn hohe Schuhe also ein Zeichen von Weiblichkeit sind und den Träger lt. dieser Vorwürfe geradezu mutieren lassen, dann hieße das ja, dass Frauen den Wunsch haben, dass Männer zur Frau werden sollen, ohne dabei ihre Männlichkeit zu verlieren und den Frauen auch nichts Wegzunehmen. Also ein Widerspruch!? Männlich ist nicht Weiblich und umgekehrt. Selbst wenn eine Frau männliches Verhalten an den Tag legt, so ist sie lange kein Mann, sie tut allenfalls ihrer Natur Gewalt an, denn Glücklich wird sie so tendenziell nicht. Ebenso wie ein Mann mit weibischen Verhalten nicht unbedingt glücklich wird.
"34. Aber „entzaubern“ Sie nicht die Wirkung von hohen Absätzen als „typisch weiblich“?"
Ist es denn wirklich Weiblich oder nur eine Perspektive? Genauso könnte man auch über den Großteil der Garderobe der Frau reden, weil vieles Ursprünglich von Männern konzipiert wurde und darunter auch oft den Mann als Zielgruppe hatte. Möchte nicht wissen was los gehen würde, wenn man die Maßstäbe, die Gesellschaftlich an den Mann gelegt werden, auch an Frauen anlegt. Zumal ich Frauen nichts wegnehme. Ich mache es ihnen allenfalls nach und betreibe das, was Frauen nur all zu gerne Fordern.
Wenn ich versuchen würde so zu sein, wie es andere von mir verlangen, dann stünde auf meinem Grabstein geschrieben "mein Leben hat allen gefallen, nur nicht mir!"
Der Fragenkatalog ist eine Sammlung von Fragen, die mir zum Teil gestellt wurden, die andererseits von mir erdacht wurden oder aber auch Themen/ Reaktionen die den hiesigen Usern begegnet sind.
Frage 34 basiert auf einem Erlebnis von thommy06, dem vorgeworfen wurde, er würde durch das Tragen von Stöckelschuhen den "Zauber der Weiblichkeit" zerstören (oder so ähnlich).
Ja - hohe Absätze werden (wie auch hochschaftige Stiefel mittlerweile) heutzutage der Damenwelt zugeschrieben. Paradoxeer Weise laufen diese aber gar nicht oder nur kaum damit herum.
Und weil sich manche Damen das nur für besondere Anlässe aufsparen oder es gar nicht tun, lasse ich es mir sicherlich nicht verbieten. Wer mich kennt und laufen sieht, denkt sicherlich nicht "ach, der läuft ja wie eine Frau!" - somit ist die Assoziation "High Heels = weiblich" nur in unseren Köpfen, aber nicht real.
Vielleicht müßte die Fragestellung auch eher lauten: ''Sind hohe Absätze typisch männlich ?''
Denn wie wir alle wissen, das muß ich hier im Forum wahrscheinlich nicht mehr erzählen, stammen hohe Absätze in Wirklichkeit ja ursprünglich von Männerschuhen. Und die Damen haben ihn sich, wie so vieles andere in der Bekleidungswelt auch, von uns Männern geklaut und beanspruchen das für sich.
Wie sagte schon Jack Sparrow: ''Nimm' was du kriegen kannst und gib' nichts wieder zurück !''
Hört bitte auf, von mir zu erwarten, daß ich normal werde ! Wir wissen doch alle, daß das niemals geschehen wird !
Zitat von thommy06 im Beitrag #3Vielleicht müßte die Fragestellung auch eher lauten: ''Sind hohe Absätze typisch männlich ?'
Ich würde eher fragen ob Absätze generell einem bestimmten Geschlecht zugeordnet werden können, sollten, werden,.....
Das Entscheidende bei der Zuordnung dürfte das sein was heels bewirken und in welchem Zusammenhang man sie fast immer sieht. Nämlich bei Frauen, die sie zu einem weiblichen Outfit kombinieren ( Kleid, Rock, enge Jeans, tiefer Ausschnitt,....) und damit im Idealfall einen betont weiblichen Gang haben, bestes Beispiel sind Models auf dem Laufsteg. Genau so stellt sich gewiss kaum eine Frau ihren Mann vor, also haben heels an IHM nix zu suchen da sie ihn unmännlich wirken lassen. Würden die Leute regelmäßig Männer sehen die ganz normal gekleidet sind und ganz normal mit heels gehen würde sich diese Sichtweise gewiss ändern...
Meiner Meinung nach ist es müßig, sich darüber Gedanken zu machen. Wenn ich mir über alles, was Spaß macht und nicht dem Mainstream entspricht, Gedanken machen würde, dann hätte ich keine Zeit, DInge zu tun, die Spaß machen.
Genau, für die meisten Leute ist das normal was sie kennen und ständig sehen. So wie es für fast alle normal ist in der geschlossenen Ortschaft schneller als 50 zu fahren. Machen alle, immer und ständig, ich auch - ist normal. Nee, isses nicht, merkt man spätestens wenn man geblitzt wurde 🙄
Zitat von StilAuge im Beitrag #7 So wie es für fast alle normal ist in der geschlossenen Ortschaft schneller als 50 zu fahren. Machen alle, immer und ständig, ich auch - ist normal. Nee, isses nicht, merkt man spätestens wenn man geblitzt wurde 🙄
Nee, ich habe mir angewöhnt, mich an die 50 zu halten. Leider übersieht man mal ne neu eingerichtete 30er Zone. Ist zum Glück aber noch nix passiert. Ok, kleines bissi Spiel nach oben ist schon drin. Aber wenn hinter mir einer drängelt dann befolge ich die StVO zu 110%
Hört bitte auf, von mir zu erwarten, daß ich normal werde ! Wir wissen doch alle, daß das niemals geschehen wird !
Die Phase ist vorbei, als ich mir über diese Zuordnung Gedanken gemacht habe und als Ausgleich für die "weiblichen" Schuhe die Garderobe besonders "männlich" gestaltet habe. Heute schüttele ich über meinen Look von damals den Kopf.
Lieber bin ich mit meinen hohen Schuhen weiblich, als die meisten Damen, welche versuchen, trotz "Männerklamotten" weiblich zu sein... Wenns denn unbedingt sein soll, bin ich gern weiblich behaftet, als mich verstecken zu müssen. Ich muß MIR selbst gefallen, sonst niemandem. Dabei spielt die geschlechtliche Trennung von Kleidung für mich keine Rolle. Es muss stimmig sein, mir gefallen und anständig passen. Das bin ich selbst, kein irgendwer. So will ich sein und mich weiter entwickeln. Bei Hannes auf dem Profil sehr schön zu lesen, ich hänge dem Alles leider nur ein paar Jahre hintenan... Das Forum ist Basis, Lehrer und Stütze. Als unseren Beitrag helfen wir den Newbies....
Was ist schon normal? Wenn ich schon lese auf manchen seiten, dass die Gesellschaft wohl noch nicht soweit ist, dann könnte ich Kotzen.
Wenn morgen jeder das tragen würde was er will (mit gewissen einschränkungen), dann wäre es in einer Woche schon normal. Es gibt ja niemand den Takt der Gesellschaft vor. Die gesellschaft ist der kleinste gemeinsame Nenner aller Menschen. Eine Veränderung geschieht nur durch die in ihr lebenden Menschen.
Und selbst wenn eine Frau es nicht i.o. Findet, das Männer nun in "ihrer" Abteilung wildern, so kann man ihr darin eig auch keinen Vorwurf eines eingeschränkten Weltbildes machen, denn zum einen soll sie der bessere Mann und zum anderen will sie von ihrer Natur her Frau sein, dann wirbelt das schon durcheinander und wenn die Rollentrennung nun durch Mode geschieht, wo Frauen doch eh schon viel geschmackvoller in Sachen Mode und Einrichtung sind... Kein Wunder. Dann findet sie sich ja gar nicht mehr zurrecht. Ich will nicht sagen, dass Frauen oberflächlich sind, aber vielleicht ist genau da auch schon der Unterschied. Die einen glauben der medialen Dauerbeschallung und die anderen wissen, dass das nicht real ist, egal was Politik und Werbung und Serien erzählen und machen ihr Ding und haben so zumindest eine emotionale irgendwie geartete Basis. Als nur: Ich schminke mich und trage Kleid, also bin ich Frau. Und Morgen trage ich Hemd und Hose, damit ich beim Thermin auf der Bank nicht über den Tisch gezogen werde.
Wenn ich versuchen würde so zu sein, wie es andere von mir verlangen, dann stünde auf meinem Grabstein geschrieben "mein Leben hat allen gefallen, nur nicht mir!"