Grade neu erschienen, ein für uns interessantes Buch von Markus M. Mey:
"Bin ich normal?"
Bei Amazon 25€ In Deutsch und auch in Englisch erhältlich.
Ein Fotograf aus Berlin, Slothorpe kennt ihn vielleicht...?
Zitat Amazon: Bin ich normal mit meinem Fuß- und Schuhfetisch?
Vielleicht hast du dir diese Frage schon einmal gestellt. Leise, für dich allein. Vielleicht trägst du eine Vorliebe in dir, über die man nicht einfach beim Abendessen spricht. Oder du liebst einen Menschen mit einem Fetisch – und möchtest ihn besser verstehen.
Dieses Buch ist eine Einladung. Eine Einladung, hinter die Begriffe zu schauen. Hinter Scham, Vorurteile und alte Bilder. Und vor allem hinter die eigene Geschichte. Markus M. Mey nimmt dich mit auf eine ebenso persönliche wie fundierte Reise durch die Welt des Fuß- und Schuhfetischismus. Er verbindet biografische Einblicke mit Erkenntnissen aus Sexual-wissenschaft, Psychologie und jahrzehntelanger eigener Erfahrung. Offen, reflektiert und mit einer sprachlichen Leichtigkeit, die auch schwierige Themen zugänglich macht.
Du erfährst, wie Fetische entstehen können, warum Fantasie dabei eine zentrale Rolle spielt, weshalb Dominanz und Ästhetik oft miteinander verwoben sind – und warum moderne Wissenschaft Fetischismus heute ganz anders betrachtet als noch vor wenigen Jahren. Gleichzeitig zeigt dieses Buch, wie ein Fetisch nicht zur Belastung werden muss, sondern zu einem lebendigen Teil einer erfüllten Sexualität und Beziehung werden kann.
Für Männer mit Fuß- oder Schuhfetisch bietet dieses Buch Orientierung, Entlastung und neue Perspektiven. Für Frauen eröffnet es ein tieferes Verständnis für die innere Welt ihres Partners – jenseits von Klischees. „Bin ich normal?“ ist kein Ratgeber mit erhobenem Zeigefinger. Es ist ein ehrliches, warmherziges und kluges Buch über Lust, Identität, Nähe und die Freiheit, sich selbst anzunehmen. Und vielleicht legst du es am Ende mit einem Lächeln aus der Hand – und mit dem Gefühl, ein Stück mehr bei dir angekommen zu sein.
Da stellt sich mir eine Frage. Zu mir selbst und allen anderen Schuh-Liebhabern hier.
"Normal" ist es ja laut allgemeinem Denken nicht, dass Männer hohe Schuhe tragen. Aber welches ist der hauptsächliche Hintergrund bei jedem von uns?
Das Buch redet ja von Fetisch. Ein Fetisch ist eine sexuelle Vorliebe, bei der unbelebte Objekte, Materialien (wie Latex/Leder) oder spezifische Körperteile (wie Füße) essenziell für sexuelle Erregung und Befriedigung sind. (Google KI Beschreibung)
In wie weit trifft das bei Mitgliedern zu, oder welches sind unsere Beweggründe?
Mit Schuhen verbinde ich persönlich aber auch rein gar nichts erotisches. Weder wenn ich sie trage, noch jemand anders. Schuhe für's Bett, wie sie hier schon mal erwähnt werden, mit dem Begriff kann ich jetzt selber gar nichts anfangen. Und ich kann auch verstehen, dass dies für so manchen ein guter Beweggrund sein kann.
Ich finde hohe Schuhe schön, elegant. Und deswegen trage ich sie. Vielleicht auch um heraus zu stechen aus der Masse. Wieso? Ich sollte mal vielleicht eine Sitzung bei einem/er Psychologen/in buchen. Könnte interessant sein, was da heraus kommt.
Ich seh auch gerne eine Person die HH trägt. Aber eben ohne diesen erotischen Gedanken. Ich kann auch einen Sportwagen schön finden, ohne gleich Rennen fahren zu wollen. (Nur bei Schokolade und Tiramisu, da versagt meine Kontrolle total)
Wie seht ihr das, welches sind eure Beweggründe? Was denkt ihr dazu?
Ja, sehe ich ähnlich. Wobei ich es schon erotisch finde, wenn eine Frau hohe Schuhe trägt. Mir macht es einfach Spaß, HH zu tragen. Ich sehe es auch als sportliche Herausforderung. 😊 Und in letzter Zeit amüsieren mich auch die entsetzten Blicke der Passanten. Wie gestern in der Wandelhalle vom Hamburger Hauptbahnhof oder letzte Woche in Timmendorf an der Ostsee.
Zitat von Luxdust im Beitrag #2 Mit Schuhen verbinde ich persönlich aber auch rein gar nichts erotisches. Weder wenn ich sie trage, noch jemand anders.
Bei mir gestaltet sich das total anders. Ich hab' eindeutig einen Schuh- und Fußfetisch! 😄 High Heels an Frauenfüßen finde ich total erotisch. Und da ich mich mindestens zu 50% als weiblich empfinde, finde ich das auch erotisch an mir. Das mag nicht für alle hier im Forum gelten, aber ich vermute, es gilt für sehr viele. Das ist auch nichts, was man verstecken muss. Es lebt sich sehr viel leichter, wenn man sich so akzeptiert, wie man ist.
Aber Fetisch ist nicht gleich Fetisch. Wenn Gewalt gegen sich oder andere ins Spiel kommt, bin ich raus. Auch mit SM im Sinne von angedeuteter, gespielter Gewalt kann ich nichts anfangen.
Ich kenne das Buch nicht, aber es wird uns nicht dümmer machen, wenn wir es lesen! Danke also an @Hamburger für den Tipp.
Und @Luxdust, was Schokolade und Tiramisu angeht, da bin ich voll bei dir. Wenn's nur dem Fitnessprogramm nicht immer in die Quere käme!
Ich finde hohe Schuhe einfach nur schön, egal ob Stiefel oder Pumps. Deshalb trage ich die jetzt auch in der Öffentlichkeit .... weil ich Spaß daran habe. Natürlich stechen wir damit in der Masse heraus, wo nur der übliche Einheitsbrei getragen wird, aber das ist nicht der Hauptgrund das ich HH trage.
Ich bin in Teilen bei @Luxdust und in anderen bei @Jules. Ich finde High Heels an Frauen toll und durchaus auch erotisch wenn das Gesamtbild passt. Ich selber trage sie einfach gerne, es löst aber durchaus ebenfalls Gefühle aus, keine erotischen, aber definitiv ein "sich wohlfühlen". Dabei hängt es sehr vom Kontext ab, insbesondere ob ich bewusst ein bestimmtes Outfit zusammenstelle. Das macht mir dann einfach Spass und es spiegelt sich im Auftreten wieder.
Die Aussage von @Jules zu seiner femininen Seite kann ich für mich auch bestätigen. Bei der Anmeldung im Forum hatte ich es erwähnt, heute lasse ich sie zu, lebe sie und das wirkt sich mal mehr mal weniger auf meine Auswahl an Schuhen und Kleidungsstücken aus. Aber natürlich laufe ich auch in weissen Sneakern rum. Ich treffe einfach die bewussteren Entscheidungen dafür oder dagegen als früher. Was ich dabei deutlich merke ist, es tut mir gut. Ausserdem hat es dazu geführt, dass ich seither viel mehr auf mich selber achte.
Was das Buch angeht, ich kenne es nicht. Ich persönlich sehe keinen Bedarf für Erklärungen, im Gegenteil, die Frage "Bin ich normal mit meinem Fuß- und Schuhfetisch?" suggeriert mir schon eine "Nicht-Normalität" denn sonst müsste man ja nicht darüber schreiben.
Zitat von xgeek im Beitrag #6Ich selber trage sie einfach gerne, es löst aber durchaus ebenfalls Gefühle aus, keine erotischen, aber definitiv ein "sich wohlfühlen".
Schön ausgedrückt. Da merke ich immer, dass deutsch nicht meine Sprache ist, und ich mich oft plump ausdrücke. Danke dir.
Hohe Schuhe an mir selbst finde ich schon erotisch. Allein das Material, die Form der Schuhe und dann noch das Laufgefühl! Gepaart mit dem "klack klack klack". In diesem Atemzug muss ich auch gestehen, dass ich eine Schwäche für (Kunst-) Lederhosen habe. Natürlich Damenmodelle. Die passen einfach super zu hohen Schuhen. So was macht mich dann schon genauso an, wie Dessous eine Frau selbst anmachen, wenn sie sie trägt.
Ich glaube auch, dass ich meine Füße ganz OK finde. Der Rest vom Körper passt noch nicht so in mein Wohlfühlbild (bin extrem neidisch, wenn ich die dünnen Frauen auf Vinted in tollen High Heels sehe, dann möchte ich auch gern so aussehen).
Fetisch ist so ein "böses" Wort.... Wenn ich also in meinen Erinnerungen so ganz weit zurück gehe, also "Since I can remember", dann haben mich hohe Schuhe schon als 3-6 jähriger fasziniert. Und das ging auch schon in diesem Alter mit einer gewissen Erregung, wenn auch unbewusst, von statten. Ich weiß auch noch genau, wie ich gebetet habe, am nächsten Tag doch als Mädchen aufzuwachen um auch schöne Schuhe tragen zu können. Im Fernsehen bei Wetten dass, haben mich nur die Schuhe der weiblichen Stars interessiert. Wir waren einmal bei Freunden meiner Eltern eingeladen, deren Töchter in der Faschingsgarde getanzt haben. Da habe ich einmal die Stiefel angezogen und nie mehr ausgezogen. Ich bin damit sogar nach Hause gelaufen. Allerdings kann ich mich auch noch an die Schuld und Schamgefühle des nächsten Tages erinnern, war nicht schön. Meine Mutter hat nie hohe Schuhe getragen, so war ich auf die Schuhe der Mutter meines Freundes "angewiesen", also immer wenn ich gegangen bin und niemand in der Nähe war, bin ich kurz in die Pumps geschlüpft und auch gleich wieder raus... Irgendwann wird man erwachsen und irgendwann kam das Internet. Im Zusammenhang mit hohen Schuhen gab es immer noch eine gewisse Erregung, aber wenn man erst einmal selber ausreichend Schuhe besitzt, ändert sich irgendwie alles. Es ist wohl der Unterschied zwischen Erwartung (wie könnte es sich anfühlen) und der Tatsache wie es wirklich ist. Eine Erregung spüre ich also heute nur noch selten, meist wenn meine Frau an seltenen Tagen die Heels auspackt, das war es dann aber auch. Grundsätzlich finde ich High Heels wunderschön, ich würde sie gerne tragen, lässt sich halt so nicht machen, ob es aber deswegen ein Fetisch ist? Ich glaube nicht. High Heels sind für mich ein Objekt, auch der Begierde, da ich sie wunderschön finde. Ich mag es, darin zu laufen, ich mag den Anblick, auch wenn ich Ihn an mir, wie auch bei anderen Männern auch etwas verstörend finde.
Kann ich gut nachvollziehen Deine Gedanken! Wobei ich selbst auch etwas ins Grübeln komme, ob denn dieser Erregungseffekt dann irgendwann aufhört, weil man immer Zugang zu den High Heels hat. Das ist bei mir momentan nicht so. Ich komme so selten ans Tragen meiner High Heels, dass ich eher das Gefühl habe, davon weg zu driften. Und somit auch das schöne Gefühl Schritt für Schritt verloren geht,wenn ich daran denke sie mal tragen zu wollen, weil: man hat ja eh kaum noch Zeit dafür.
Meine Sicht dazu: Die Bedeutung von Kleidung ist stark kulturell geprägt. Neulich war im Abba-Museum in Stockholm. In den 1970ern waren Plateauschuhe bei Männern anscheinend völlig normal und galten als extrem männlich und "machomäßig". Wir leben lediglich in einer Ära, in der der Absatz für Männer zwischenzeitlich aus der Mode gekommen ist. Mir macht es einfach Freude in High Heels ganz ok gehen zu können und vielleicht reizt mich auch ein wenig dieser Nervenkitzel in der Öffentlichkeit "aufzufliegen". Ansonsten genieße ich die erweiterte Körpergröße und die Art des Gehens. Ein "Fetisch" ist es für mich nicht. Ist halt nur ein sehr schönes Kleidungsstück, welches in seiner heutigen Interpretation, von einem Mann getragen, bei vielen Menschen "?"-auslöst. Um dieses "?" für sich zu erklären, wird dann gerne schnell mal eine Schublade nach Wahl aufgemacht. Vielleicht ist es von dieser Person dann auch eine Art Schutzreaktion, um sich mit dem Thema nicht weiter befassen zu müssen: "Der Typ ist halt ein [such dir was aus]."
Etwas provokativ formuliert: Wenn man eine solch harmlose Dimension von Vielfalt wie die Wahl des Schuhwerks als Bedrohung wahrnimmt, ist man dann noch normal? :)
Ich fand viele Stellen an denen es für mich tatsächlich ein aha-Effekt gab. Auch was die Einordnung der einezelnen Begrifflichkeiten angeht und das es sich bei Autor wie auch bei vielen von uns schon früh angekündigt hat. Interessant fand ich auch den Part wo es um die Sicht der Frau zu HH geht. Demnach ist das für die allermeisten nicht erregend HH zu tragen(!) Das hätte ich nicht so eingeschätzt.
Ebenso fand ich spannend, dass es quasi nur Männer mit Fetisch zum HH / Füßen oder, viel seltener, anderen Dinge gibt.
Ich finds schon erotisch, sowohl bei den seltenen Situationen bei meiner Einzigen wenn sie sich dazu überreden lässt, als auch bei mir. Es ist, wie schon weiter oben beschrieben, eine Art "Oh ja - schön sie wieder an zu haben" Gefühl, als auch ein gewisses elektrisierendes Gefühl dabei. Bei mir ist aber auch jetzt das "Mal sehen wie die anderen darauf reagieren" Effekt dabei. Vielleicht kann ich selber mit Heels aber auch die Dinge machen und tun welche ich gerne bei Frauen sehen WÜRDE, es aber keine für mich macht... Z.B. Auto fahren oder nur laufen damit. Ist nicht so einfach das allumfassend zu erklären....
Das wichtigste für mich ist das es Spaß macht und ich mich besser damit fühle es nicht mehr geheim halten zu müssen. Das hat einen guten Schub an Selbstbewustsein bei mir gebracht. Allein dafür hat sichs gelohnt.
V-Heel-e Grüße
LM741
It F-Heel-s good!
Neue Gedanken öffnen die Schranken (Dietrich Drahtlos)