Seltsame Begegnung Heute war ich, zugegeben etwas auffällig, mit dem Catwalk Stiefeletten zur Arbeit.
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Wie immer gab es keinerlei Reaktionen der Kollegen. In der früh habe ich mir dann für die Pause beim Bäcker gegenüber was geholt. Eine Frau, so mit gefühlten 60 in meinem Alter, hat etwas seltsam geschaut und mich dann angesprochen als ich gezahlt hatte. Der Dialog lief etwa so:
Sie: Darf ich sie etwas frage? Ich: Klar.
Sie: Ich mache einen Vortrag vor Kindern, wissen sie wie sie auf die wirken? Ich: (ein Kopf voller Fragezeichen) Ich verstehe nicht, um was geht es?
Sie: Ich war auf einer Klosterschule und da wurde mir erklärt, man stellt den Körper nicht zur schau, wem wollen sie etwas zeigen? Ich: Niemand, mir gefällt es einfach (Kopf: wo bin ich, was passiert hier).
Sie: Aber sie sind verantwortlich was es bei anderen auslöst! Ich: Nein, ich bin überzeugt das jeder machen darf was er will solange es für andere keine negativen Folgen hat. Was sie über mich denken ist nicht meine Verantwortung, sowenig wie es ihre ist ob ich ihren Hut mag.
Dann ging es weiter mit den jungen Frauen die sich sexy anziehen und Männer die auf der Jagd sind und sich an den Schritt greifen etc. Ich war dann ein bisschen unfreundlich und habe sie stehen lassen, um zu vermeiden, dass ich wirklich unfreundlich werde und ausspreche was ich denke "Toleranz war wohl in der Schule kein Fach".
Danach war ich erst mal ein wenig platt und irgendwie geschockt. Sowas treibt bei mir den Puls höher als mit Stilettos und Rock einzukaufen.
@xgeek Ähm ja, es gibt solche Menschen. Das sind die gleichen, die denken, Frauen seien aufgrund ihrer Kleidung selbst schuld, wenn sie vergewaltigt werden. Wo die Frau Recht hat: Wir, also MoHH, lösen etwas aus. Sicher keine Lüsternheit bei Kindern und Jugendlichen, aber vielleicht Neugierde und der Wunsch nach einer toleranten Gesellschaft. Das wär' doch mal was.
Es gibt sie, diese Spezies, die direkt missionieren will. Wie man ihnen am besten begegnet, keine Ahnung. Wohl indem man sie stehen lässt und ignoriert.
Im Mittelalter war die Welt voll, und es wurde mit Genuss gerichtet, in beiden Sinnen des Wortes. Da sind wir fast schon ganz raus, abe wie du erfahren hast, wochl doch noch nicht so ganz.
Da verstehe einer manche Leute, ich verstehe es nicht, da wäre ich auch platt. Das Outfit ist nicht gerade unauffällig, aber stimmig, Rot/Schwarz Kombination geht immer👌.
Zitat von Jules im Beitrag #276 Wo die Frau Recht hat: Wir, also MoHH, lösen etwas aus. Sicher keine Lüsternheit bei Kindern und Jugendlichen, aber vielleicht Neugierde und der Wunsch nach einer toleranten Gesellschaft. Das wär' doch mal was.
Das will ich doch hoffen, das wir DAS bei den Menschen auslösen bzw. wenn Sie uns sehen, das wir eventuell auch Gesprächsthema in manchen Wohnzimmer werden.
In einem Punkt hat sie allerdings Recht, mit der Verantwortung was man mit seiner Tat bei anderen Menschen auslöst!
Also sollten wir schon darüber nachdenken, was andere denken könnten. Natürlich sind die möglichen Gedanken der anderen seeeehr breit gefächert und teilweise kaum nachvollziehbar.
Aber mal Gedanken machen sollten wir uns schon, wie unterschiedliche Charaktere, Erziehungen und auch kulturelle Prägungen über unser Handeln denken könnten!
Das lernt ein top Verkäufer als erstes, sich auf unterschiedliche Kunden einzustellen um sie emotional richtig zu treffen und letztendlich zu begeistern. Auch Manager lernen dies für Verhandlungen und Personalführung.
Nachdenken sollte man also generell bei allen Taten, nicht nur bei der getragenen Kleidung.
Lieber mal stolpern als auf einen Zentimeter zu verzichten...
Zitat von Hamburger im Beitrag #280Also sollten wir schon darüber nachdenken, was andere denken könnten. Natürlich sind die möglichen Gedanken der anderen seeeehr breit gefächert und teilweise kaum nachvollziehbar.
Wie soll man sich darauf vorbereiten, wenn man aus dem Haus geht, welche Leute man von Gruppe 1. Völlige Abneigung 2. Ist mir doch egal wie die Leute herumlaufen 3. Positives Feedback Begegnet.
Ich glaube nicht, das einer der mit einer Hose wo der Schritt in der Kniekehle hängt und mit Tennissocken und Addiletten, sich vorher Gedanken macht, das ich den Gedankengang habe 'so würde ich nicht aus dem Haus gehen bzw. das würde ich nicht anziehen '
Ich bin der Meinung, xgeek hat richtig Reagiert, indem er an einem gewissen Punkt das Gespräch beendet hatte 1. Um sich nicht weiter darein zu steigern. 2. Manche Leute haben ihre Meinung in Stein gemeißelt, da kann man Stunden mit diskutieren und da wird sich nichts daran ändern.
Da stimme ich dir nicht oder nur bedingt zu. Ja, es gibt eine Grenze wo das eigene Handeln direkte oder indirekte Folgen hat die auch, wenn man soll will, nachvollziehbar sind. Eine rote Hose mit High Heels gehört für mich definitiv nicht dazu und darauf hat sie sich bezogen. betrachtet man alle Befindlichkeiten in Summe, und ich sehe das als ihre Befindlichkeit, dann bleibt eine leere Schnittmenge des Möglichen übrig.
Ich habe sie mal aus dem Thread "Zeig uns die Schuhe, die Du bei der Arbeit trägst" herausgeschnitten, um hier weiter diskutieren zu können. (Dein Original-Beitrag ist noch in dem Thread vorhanden, alle anderen habe ich gelöscht, bzw. stehen jetzt hier)
Wenn ich wieder anfange darüber nachzudenken, was andere über mich denken (könnten), bin ich doch wieder genau da, wo ich eben nicht mehr sein will. Bei der Grübelei, ob ich so rausgehen kann. Natürlich werde ich das Weltbild einiger Zeitgenossen ein wenig ins Wanken bringen. Aber ich glaube nicht, das wegen meiner Schuhwahl irgendjemandem ein Zacken aus der Krone bricht.
Den meisten Leuten ist es doch auch sch....egal, was andere Leute über sie denken. Badeschlappen, Turnschuhe, etc. etc., das sieht man doch heutzutage überall. Und auch total ungeflegte Füße in offenen Schuhen, das man vom Anblick fast das ko.... kriegt. Oder dreckige und zerfetzte Hosen mit Löchern, Hosen, die in den Kniekehlen hängen, etc. etc.
Oder auch z.B. lackierte Fingernägel, bei denen der meiste Nagellack schon abgewetzt ist und nur noch einzelne Flecken vorhanden sind. Da entferne ich die doch oder lackiere die Nägel neu.
Ohne Abweichung von der Norm ist kein Fortschritt möglich. Frank Zappa
Solche Diskussionen hatte ich bislang zum Glück noch nicht. Ich denke, ich käme mit dem fast schon religiös bekehrenden Dialog gar nicht gut klar. Mir fehlt einfach jegliches Verständnis, warum man sich immer in die Leben Anderer einmischen muss und nicht einfach jeden so glücklich sein lassen kann wie es einem eben gefällt.
Wahrscheinlich liegt es aber auch daran, dass ich mit hohen Schuhen fast immer meine Frau dabei habe und da die Hemmschwelle vielleicht höher ist, mich kritisch anzusprechen. Sollte es aber mal passieren, glaube ich dass es meine Frau fast mehr belasten oder ärgern würde, als mich selbst.
Wir tun niemandem weh, oder? Wir behindern auch niemanden in der Ausübung seiner Grundrechte. Ich sehe daher keinen Grund, mich für das, was ich trage, zu rechtfertigen. Wenn jemand meinen Stil als negative Provokation empfindet, nun ja, dann ist das sein Problem, nicht meins.
Absolut! Ich habe das mal mit einer Kollegin besprochen. Damals aber in Bezug auf meine lackierten Fingernägel. Sie hatte mich auch gefragt, ob mich Blicke nicht stören würden und ob ich mir nicht manchmal die Frage stelle, was die Anderen Leute darüber denken könnten.
Da habe ich ihr dann erwidert, dass es mich nicht interessiert, weil wenn es Dir nicht gefällt und DICH stört… Ist das ein DU-Problem… kein ICH-Problem… Es wird nur dann zu MEINEM Problem, wenn ich mich dadurch davon abhalten lassen würde, wenn es Andere stören könnte.
Keine Ahnung, ob ich das jetzt zu kompliziert geschrieben habe :-)
Solche Situationen sind immer irgendwie belastend, solche Menschen gibt es nunmal, es macht wenig bis keinen Sinn mit Ihnen zu diskutieren, da sie ja gar kein Interesse an einem Austausch haben, sondern nur Ihre "Meinung" anderen aufdrücken wollen. Recht typisches Problem mit "streng religiösen" Menschen.
Solange ich niemanden beeinträchtige oder schade und nicht gegen Gesetze verstoße, kann ich machen, was ich möchte. Das Tragen von hohen Schuhen und Leggings schadet bestimmt niemanden. Im Gegenteil, für Kinder ist es eher gut, wenn sie mitbekommen, dass es unterschiedliche Lebensentwürfe und Konzept gibt.
beam me up Scotty, there is no intelligent life on this planet